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Chronik Borchweghe

Und damals war es Borchweghe – Chronik über
die Entwicklung des Gebietes zwischen Oste,
Horsterbeck und Bahnschienen

Die Idee dieser Chronik, die viel mehr als eine zeitliche Aufzählung der Dorfentwicklung ist, entstand auf den Nachbarschaftstreffen der Straßen „Im Moor“ und „Im Schacht“. Das ursprüngliche Ziel war, die Geschichte der Häuser festzuhalten und alte Fotos und Dokumente zusammenzutragen und zu sichern, damit diese nicht im Laufe der Zeit verloren gingen.
Daraus entwickelte sich ein immer größeres Projekt, in dessen Mittelpunkt zunehmend der ganzheitliche Blick auf das Leben auf dem Land in den letzten Jahrhunderten rückte. Vor allem die Faktoren, die die Häuser und deren Bewohner geprägt haben, sollen in dieser Chronik genauer erläutert werden. So beeinflusste z.B. der Eisenbahnbau durch seine landschaftszerschneidende Wirkung stark die Landwirtschaft des 19. Jahrhunderts. Auch die Gewässer wie Oste und Horsterbeck, die Straßen und die Landwirtschaft als Lebensgrundlage prägten das frühere Landleben. Letztendlich entstand so eine Chronik über das Leben im Gebiet zwischen Oste, Horsterbeck und Bahnschienen.

Die Chronik gliedert sich in drei Abschnitte.
Das Kapitel „Namensursprung“ beschäftigt sich mit der Geschichte von Burweg, den Straßen und Fluren und wie sie zu ihren heutigen Namen gekommen sind. Im Laufe der Zeit hat Burweg verschiedene Namen besessen. So ist der heutige Name erst ab 1600 gebräuchlich geworden und lässt sich auf den "Buurweg", also den Bauernweg, zurückführen. Die erste urkundliche Erwähnung Burwegs war im Jahre 1255, in dem Graf Johann von Holstein und Schauenburg dem Herrn Friedrich von Haseldorpe die Voigtei in Horst schenkte.

Im größten Kapitel der Chronik geht es um den Vergleich zwischen „damals und heute“. Dabei haben vor allem die Gewässer Oste und Horsterbeck, die Eisenbahn, die Bundesstraße sowie die alte Handels- und Landwirtsschaftsroute, der Nedderweg, den größten Einfluss auf das Dorf genommen. Die für die Geschichte der Häuser wohl wichtigste Sturmflut war die Weihnachtsflut von 1717. Eine gravierende Veränderung nach der Flut war die Verlegung der Häuser und Höfe vom Nedderweg an den höher gelegenen Geestrand etwa 400-500 m weiter südlich. Betrachtet man heute aufmerksam unsere unmittelbare Umgebung im Dreieck zwischen Oste, Horsterbeck und Bahnschienen, so finden sich noch Relikte alter Deichlinien, Erdwälle und Hauswarften. Verglichen wird in diesem Kapitel auch die Landwirtschaft von damals und heute, denn diese stellte lange Zeit die wichtigste Lebensgrundlage der Menschen in Burweg dar.
Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit der Geschichte der alten Bauernhäuser „Im Moor“, „Im Schacht“, „Eichenweg“ 14 und 16, sowie der Höfe, die durch Brand, Blitzschlag oder Abriss nicht mehr existieren. Das Augenmerk liegt dabei vor allem auf den unterschiedlichen Bewohnern der Häuser und deren Schicksal. Veranschaulicht wird die Geschichte der Bauernhäuser und der Menschen mit zahlreichen Bildern, die detailgetreu das Leben in Burweg wiederspiegeln.